Europatag an der Grundschule Maxhütte-Haidhof: Starke Fragen rund um die EU

Europa beginnt nicht erst in politischen Institutionen – sondern dort, wo junge Menschen beginnen, Fragen zu stellen. Genau das habe ich bei meinem Besuch an der Grundschule Maxhütte-Haidhof erlebt.

Anlässlich des Europatags am 9. Mai war ich bei den Schülerinnen und Schülern der 4. Jahrgangsstufe zu Gast. Schulleiter Oskar Duschinger begrüßte mich herzlich und machte deutlich, wie wichtig es ist, europäische Themen frühzeitig im Schulalltag zu verankern.

Europa verständlich und greifbar gemacht

Im Vorfeld hatten sich die Kinder intensiv mit der Europäischen Union beschäftigt – und das hat man sofort gemerkt. Mit großem Interesse stellten sie mir ihre Fragen:

  • Gibt es Gesetze, die in der gesamten EU gelten?

  • Wie viele Länder gehören zur Europäischen Union?

  • Können auch Staaten außerhalb Europas Mitglied werden?

  • Welches ist das größte Land in Europa – und welches das einflussreichste?

Mich hat besonders beeindruckt, wie differenziert und neugierig die Schülerinnen und Schüler an diese Themen herangehen.

Kreativität trifft politisches Verständnis

Neben dem Austausch haben mir die Kinder auch ihre Projektarbeiten gezeigt. Bekannte europäische Bauwerke wie der Eiffelturm oder der Schiefe Turm von Pisa wurden detailreich nachgebaut. Dazu kamen zahlreiche Zeichnungen und Recherchen zu Persönlichkeiten aus ganz Europa.

Hier wurde deutlich: Europa ist nicht nur Politik, sondern auch Kultur, Vielfalt und gemeinsames Lernen.

Ein musikalisches Zeichen für Europa

Ein besonderer Moment war für mich die Darbietung des Liedes „Wir sind Kinder einer Welt“. Die Schülerinnen und Schüler hatten es eigens vorbereitet – und damit ein starkes Zeichen für Zusammenhalt und den europäischen Gedanken gesetzt.

Politische Bildung beginnt früh

Ich bin überzeugt: Solche Begegnungen sind enorm wichtig. Sie zeigen, wie früh Interesse an politischen und gesellschaftlichen Themen entstehen kann, wenn man den Raum dafür schafft.

Als Mitglied im Ausschuss für Bundes- und Europaangelegenheiten sowie regionale Beziehungen des Bayerischen Landtags beschäftige ich mich regelmäßig mit europapolitischen Fragen. Umso wertvoller ist für mich der direkte Austausch mit jungen Menschen.

Ein starkes Signal für die Zukunft

Der Besuch hat mir einmal mehr gezeigt: Wenn wir Kindern früh die Möglichkeit geben, Europa zu verstehen und mitzugestalten, legen wir den Grundstein für eine lebendige Demokratie.

Europa lebt vom Mitmachen – und genau das beginnt vor Ort, in unseren Schulen.

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