Werksbesuch im Zementwerk Burglengenfeld: Industrie, Klimaschutz und regionale Wärmeversorgung
Im Rahmen eines gemeinsamen Werksbesuchs habe ich zusammen mit Herrn Staatssekretär Tobias Gotthardt das Zementwerk Burglengenfeld von Heidelberg Materials besucht. Ziel des Termins war es, Einblicke in industrielle Prozesse zu gewinnen und gemeinsam über Zukunftsfragen wie Klimaschutz, Energieeffizienz und regionale Wertschöpfung zu sprechen.
Das Zementwerk Burglengenfeld blickt auf eine über 110-jährige Geschichte zurück und zählt heute zu den bedeutenden Industriestandorten der Region. In einer ausführlichen Präsentation wurden die einzelnen Schritte der Zementherstellung erläutert – von der Rohstoffgewinnung über die Klinkerproduktion bis hin zur Verladung und Auslieferung.
Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Thema Energie und Wärmenutzung. Vorgestellt wurden bestehende und mögliche Konzepte zur Wärmerückgewinnung, etwa durch die Auskopplung von Abwärme an verschiedenen Stellen des Produktionsprozesses. Dabei wurde deutlich, welches Potenzial industrielle Anlagen für die Versorgung von Nah- und Fernwärmenetzen haben können. Bereits heute wird ein kleines Wärmenetz in der Umgebung betrieben, weitere Ausbauschritte werden geprüft.
Diskutiert wurden zudem technische Voraussetzungen, wirtschaftliche Rahmenbedingungen sowie regulatorische Fragen. Klar wurde: Industrie, Klimaschutz und Versorgungssicherheit dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden. Vielmehr braucht es verlässliche politische Leitplanken, um Investitionen in Effizienz, Dekarbonisierung und innovative Energielösungen zu ermöglichen.
Der Besuch hat eindrucksvoll gezeigt, wie wichtig der direkte Austausch zwischen Politik, Wirtschaft und Verwaltung ist. Industriestandorte wie das Zementwerk Burglengenfeld leisten einen wesentlichen Beitrag zur regionalen Entwicklung – und können zugleich Teil der Lösung auf dem Weg zu mehr Klimaschutz und Energieeffizienz sein.

