Städtebauförderung 2026: Über 5 Millionen Euro für die Landkreise Schwandorf und Tirschenreuth
Rekordmittel für Bayerns Kommunen: 15 Gemeinden aus unserer Region profitieren von den Bund-Länder-Programmen
Die Städtebauförderung feiert in diesem Jahr 55-jähriges Jubiläum und bringt erfreuliche Nachrichten für unsere Region: 15 Gemeinden in den Landkreisen Schwandorf und Tirschenreuth erhalten insgesamt über 5 Millionen Euro aus den Programmen „Lebendige Zentren" und „Sozialer Zusammenhalt".
Bayernweit fließen in diesem Jahr mehr als 264 Millionen Euro an 478 Kommunen. Bauminister Christian Bernreiter spricht von einem neuen Rekord: „Die Bundesregierung hält ihr Versprechen und erhöht ihren Beitrag spürbar. Bayern zieht mit und legt den gleichen Betrag obendrauf!"
Landkreis Schwandorf: Neun Gemeinden werden gefördert
Im Landkreis Schwandorf fließen insgesamt rund 1,6 Millionen Euro in die Entwicklung lebendiger Ortskerne und starker Quartiere:
Programm „Lebendige Zentren":
Nabburg (Altstadt): 480.000 €
Schwarzenbach (Ortskern): 270.000 €
Pfreimd (Altstadt): 160.000 €
Burglengenfeld (Altstadt): 120.000 €
Nittenau (Altstadt): 80.000 €
Neunburg vorm Wald (Altstadt): 60.000 €
Programm „Sozialer Zusammenhalt":
Wackersdorf (Ortskern): 300.000 €
Schönsee (Stadtkern): 80.000 €
Maxhütte-Haidhof (Ortskern): 60.000 €
Landkreis Tirschenreuth: Sechs Gemeinden erhalten über 4,6 Millionen Euro
Der Landkreis Tirschenreuth profitiert besonders stark von der diesjährigen Förderrunde:
Programm „Lebendige Zentren":
Bad Neualbenreuth (Ortskern): 1.080.000 €
Tirschenreuth (Altstadtbereich): 420.000 €
Fuchsmühl (Ortskern): 160.000 €
Programm „Sozialer Zusammenhalt":
Waldershof (Altstadt): 1.500.000 €
Wiesau (Ortskern): 1.170.000 €
Plößberg (Ortskern): 320.000 €
Leuchtturmprojekt in Bad Neualbenreuth
Die Marktgemeinde Bad Neualbenreuth zeigt beispielhaft, wie die Städtebauförderung wirkt: Mit den Mitteln wird ein leerstehender ehemaliger Kleinbauernhof am historischen Markt saniert. Das Gebäude wird künftig einen Dorfladen, die Gemeindebibliothek, Räume für Mutter-Kind-Gruppen und einen Veranstaltungssaal beherbergen. So entsteht aus einem Leerstand ein lebendiger Treffpunkt für die gesamte Gemeinde.
Was die Programme leisten
Lebendige Zentren – Erhalt und Entwicklung der Orts- und Stadtkerne
Das Programm bewahrt und entwickelt Stadt- und Ortsmitten zu attraktiven und identitätsstiftenden Standorten für Wohnen, Arbeiten, Wirtschaft und Kultur. Gefördert werden Maßnahmen gegen Funktionsverluste, Gebäudeleerstände und abnehmende Nutzungsintensitäten in Innenstädten und Ortskernen.
Sozialer Zusammenhalt – Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten
Dieses Programm zielt auf die Stabilisierung und Aufwertung städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligter Stadt- und Ortsteile. Es bündelt die Aktivitäten einer sozialen Stadtentwicklung und zeichnet sich durch seinen interdisziplinären Ansatz aus. Das Ziel: Die Wohn- und Lebensqualität sowie die Nutzungsvielfalt in den Quartieren erhöhen und den Zusammenhalt in der Nachbarschaft stärken.
Weniger Bürokratie für die Kommunen
Besonders erfreulich: Die kommunalen Nachweispflichten gegenüber dem Bund wurden reduziert. Minister Bernreiter betont: „Wir möchten, dass sich die Gemeindeverwaltungen auf das Wesentliche konzentrieren können: Lebenswerte Stadt- und Ortskerne für die Menschen zu schaffen und zu erhalten."
Weitere Informationen zur Städtebauförderung finden Sie auf der Webseite des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr unter www.stmb.bayern.de/buw/staedtebaufoerderung

