Eine Woche Rumänien: Was ich von meiner Sommerreise mitnehme
Urlaub bedeutet für mich immer auch, andere Länder kennenzulernen und von ihnen zu lernen. In diesem Sommer bin ich deshalb eine Woche lang durch Rumänien gereist. Es ist ein Land, das viele bei uns nur vom Hörensagen kennen und das mich mit seiner Vielfalt und der Freundlichkeit der Menschen beeindruckt hat.
Bukarest: Hauptstadt der Gegensätze
Los ging es in Bukarest. Wer vor dem Parlamentspalast steht, versteht sofort, warum er als eines der größten Gebäude der Welt gilt. Der überdimensionierte Bau aus der Ceaușescu-Zeit erzählt viel über die Geschichte des Landes. Umso bemerkenswerter ist der Weg, den Rumänien seit 1989 gegangen ist.
Siebenbürgen: ein Stück gemeinsame Geschichte
Weiter ging es nach Siebenbürgen, nach Hermannstadt und Kronstadt. Schon die deutschen Ortsnamen zeigen, wie eng diese Region mit unserer Geschichte verbunden ist: Die Siebenbürger Sachsen haben hier über Jahrhunderte Städte und Kultur geprägt. Hermannstadt war 2007 Kulturhauptstadt Europas, und man spürt bis heute, wie selbstverständlich hier europäisch gedacht wird.
Donaudelta: wo Europa ins Meer mündet
Letzte Station war das Donaudelta, UNESCO-Weltnaturerbe und eine Landschaft, wie es sie in Europa kein zweites Mal gibt. Hier endet die Donau, die auch durch unsere Oberpfalz fließt, nach fast 2.900 Kilometern im Schwarzen Meer. Vor Ort wird einem bewusst, welche Bedeutung der Fluss als Schifffahrtsstraße für ganz Europa hat, auch für den Export aus der Ukraine.
Die Ukraine ist ganz nah
Im Delta liegt die Ukraine plötzlich direkt am anderen Ufer. Das ist ein seltsames Gefühl, wenn man weiß, was wenige Kilometer weiter geschieht. Umso wichtiger ist mir eine Beobachtung: Rumänien und die anderen Anrainerstaaten stehen fest an der Seite der Ukraine.
Mein Fazit
Als Mitglied im Europaausschuss des Bayerischen Landtags reise ich nie ganz privat. Rumänien ist seit 2007 Mitglied der EU, seit 2025 vollständig im Schengen-Raum und hat sich zu einem starken Partner in Europa entwickelt. Davon konnte ich mir selbst ein Bild machen. Es gibt noch viel zu tun, aber es ist ein interessantes, facettenreiches Land. Europa versteht man am besten, wenn man es bereist. Diese Eindrücke nehme ich mit in die Ausschussarbeit.

